Die elektrische Energie wird über ein 230 kV Netz eingespeist. In zwei vorgeschalteten Transformatoren wird auf 35 kV heruntergespannt. An das 35 kV Verteilernetz sind die Firma RHEINZINK, 3 Verteiltransformatoren 35 / 10 kV und 3 Transformator-Gleichrichter Einheiten für die Elektrolyse angeschlossen. Die Versorgung der einzelnen Produktionsbereiche erfolgt dezentral mit 20 Transformatoren 10/0,5 kV und 2 Transformatoren 10/0,4 kV. Für Havariefälle bzw. Spannungsausfälle ist ein Notstromnetz vorhanden.
20 bis 30 t/h Dampf werden aus der Abwärme der Zinkkonzentratröstung erzeugt, bei Bedarf zusätzlich durch die Verbrennung von Erdgas bzw. Heizöl. Der Dampf verlässt die Abhitzekessel mit ca. 50 bar und wird für die weitere Verwendung auf 4 bar entspannt. Durch isolierte Rohrleitungen unterschiedlicher Nennweite wird er den Verbrauchern zugeführt, hauptsächlich zum Aufheizen von Lösungen in der Laugerei und der Laugenreinigung. Ein Teil dient während der kalten Jahreszeit zum Heizen von Büros, Werkstätten und Betriebsgebäuden. Das anfallende Kondensat wird in einem Warmwassertank gesammelt und im Produktionsprozess verwendet.
In der Erdgas Übergabestation wird das mit 16 bar ankommende Erdgas auf 1,6 bar entspannt und über ein Rohrleitungsnetz den Verbrauchern zugeführt. Der mittlere Verbrauch liegt bei 100m³/h. Die Hauptabnehmer sind der Hilfskessel in der Rösthütte und die Umschmelz- und Gießanlage. Ein geringer Teil wird zur Raumheizung von Werkstatt und Produktionshalle genutzt. Vor den Verbrauchsstellen wird das Erdgas jeweils auf 0,55 bar entspannt.
Die Ruhr-Zink GmbH verfügt über eine 2,5 m³ Tankstelle für Diesel - Treibstoff und einer Zapfstelle mit 25m³ Fassungsvermögen bei 15,6 bar für Flüssiggas. Sie dienen ausschließlich zum betanken von LKW, Radlader und Kehrmaschine sowie Gabelstaplern.
Der Sauerstoff wird bei 18 bar in einem ca. 80 m³ fassenden Tank flüssig gelagert. Mit Luft - Wärmetauschern wird der Sauerstoff verdampft und über Rohrleitungen den Verbrauchern zugeführt. Ein Teil wird Verbrennungsluft für die Zinkkonzentratröstung zugemischt, der Rest dient als Oxidationsmittel in der Laugenreinigung. Der Bedarf liegt zwischen 400 und 1.100 m³/h.
Zwischen 300m³/h und 500m³/h Wasser werden dem Kanal entnommen. Es wird vorzugsweise für Kühlungsaufgaben im Produktionsprozess verwendet. Bis zu maximal 100 m³/h verbleiben im Produktionsprozess. Das erwärmte Kühlwasser wird unter Einhaltung der Auflagen in den Kanal zurückgepumpt. An diese Ringleitung sind die Feuerlöschanschlüsse angebunden.
Der Verbrauch an städtischem "Gelsenwasser" liegt im Jahresmittel bei ca. 7 m³/h. Verwendet wird es im Produktionsprozess sowie als Brauchwasser in den sozialen Einrichtungen.
Alle Abwässer, das sind: Waschwasser aus den Produktionsprozessen, Waschsäure, Sanitärabwässer aus den sozialen Einrichtungen und sämtliche anfallende Regen- und Oberflächenwässer, werden gesammelt und in die Abwasserbehandlungsanlage geleitet. Der größte Teil der Regen- und Oberflächenwässer werden im Produktionsprozess eingesetzt.
Die Ruhr-Zink GmbH verfügt sowohl über zentrale als auch über dezentrale Werkstätten in den einzelnen Betriebsteilen. Die technische Abteilung ist verantwortlich für die zentrale mechanische, elektrotechnische sowie mess- und regelungstechnische Instandhaltung. Es werden vorbeugende Wartungsarbeiten, Reparaturarbeiten und Verbesserungsarbeiten an allen Anlagen durchgeführt. Die EDV- gestützte IH-Organisation ermöglicht es, schwerpunktmäßig die Anlagen zu verbessern. Durch die Mitarbeiter der Dienstleistung werden die Produktionsabteilungen bei Sonderaufgaben unterstützt.
Die kaufmännische Verwaltung ist im Gebäude am Werkseingang untergebracht, wo sich auch die 24h/Tag besetzte Pforte befindet.
Die technische Leitung ist zentral im Breich der Produktionsanlagen untergebracht.
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